Medienklassifikation

image_print
Kurzdefinition:
Als Medien werden alle Materialen bezeichnet, „die systematisch zu einer geregelten und gesellschaftlich relevanten semiotischen (bzw. symbolischen) Kopplung von lebenden Systemen genutzt werden können.“ (Schmidt 2000, S.57) Medien sind Mittel zur Speicherung, Verarbeitung und Darstellung von Daten, die aus der Abbildung von Informationen gewonnen werden. Sie dienen der Verbreitung von Informationen.
Beschreibung:
Zur Klassifikation von Medien werden von Dörsam (2009, S. 10) primäre, sekundäre und tertiäre Medien unterschieden:
  • „Primäre Medien: Weder zur Produktion noch zur Rezeption werden technische Mittel benötigt. Beispiel: Menschliche Stimme, Handschrift.
  • Sekundäre Medien: Zur Produktion, aber nicht zur Rezeption werden technische Mittel benötigt. Beispiel: Gedruckte Bücher.
  • Tertiäre Medien: Zur Produktion und Rezeption werden technische Mittel benötigt. Beispiel: CD, Video.“

Darüber hinaus beschreibt Steindorf (2000, S. 211) technische Medien als Medien, die für Lehr- und Lernprozesse genutzt werden. Diese Medien dienen dazu Inhalte zu visualisieren, oder zu speichern, um sie zum Beispiel späteren Generationen sichtbar machen zu können. „Die wohl wichtigste Funktion, die audio-visuelle Medien wahrnehmen, ist u.E. die Vermittlung von Informationen.“ (Steindorf 2000, S. 211). Dies kann, in Anlehnung an Dörsam (2009, S. 11), in Form von Übertragungsmedien, Speichermedien und Telemedien geschehen. Damit werden Informationen zeitversetzt an verschiedenen Orten für die Lernenden und Lehrenden verfügbar.

Interne Verweise:
Mediendidaktik

Medieneinsatz

Medienerziehung

Medienkompetenz

Medientypen

Verwendete Quellen:
Dörsam, E. Einführung in die Druck- und Medientechnik. Vorlesung der Universität Dortmund. 2008/2009. URL:AVL: http://www.idd.tu-darmstadt.de/media/fachgebiet_idd/studium_und_lehre/ing/ws0809/einfhrungindiedruckundmedientechnik/edmt_02_medien.pdf (Stand: 22:02.2010).

Schmidt, S.J.: Die Kopplung von Kommunikation und Kognition. In: Krämer, S. (Hrsg.): Medien, Computer und Realität: Wirklichkeitsvorstellungen und neue Medien. 2. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp. 2000. S. 55-57.

Steindorf, G.: Grundbegriffe des Lehren und Lernens. Bad Heilbrunn: Klinkhardt Verlag. 2000.

Weiterführende Literatur:
Bonfadelli , B., Jarren, O., Siegert, O.: Einführung in die Publizistikwissenschaft. Stuttgart: UTB Verlag. 2005.
Frederking, F., Krommer, A., Maiwald von Schmidt, K.: Mediendidaktik Deutsch: Eine Einführung. Berlin: Erich Schmidt Verlag. 2008.
Scholz, C. (Hrsg.): Handbuch Medienmanagement. Berlin: Springer Verlag. 2006.
Schulmeister, R.: Lernplattformen für das virtuelle Lernen. Evaluation und Didaktik. München: Oldenbourg Verlag. 2003.
Internetverweise:
Wir weisen darauf hin, dass die aufgelisteten Seiten nicht Teil des Didagma-Projektes sind. Daher übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte und die Richtigkeit dieser Seiten. Falls der Link defekt, oder der Seiteninhalt unpassend sein sollte würden wir uns freuen darüber informiert zu werden.

Fach-, sach- und adressatengerechter Einsatz traditioneller und neuer Medien

Materialien:

Verantwortlich: Rolf Arnold, FB Pädagogik, TU Kaiserslautern und Thomas Prescher; Waltraud Amberger;

« Back to Glossary Index